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Ich bin Eugenie ...

... und wohne in der Mediothek Lübbecke. Mein Nest habe ich oben auf einem Regal in der Kinderbibliothek. Wenn ihr durch den Haupteingang kommt, müsst ihr nur schnell links abbiegen, dann könnt ihr mich sehen. Außerdem habe ich hier oben ein prima Ausguck und kann alles sehen, was um mich herum passiert. Die Spielecke, einen Teil der Ausleihtheke und gaaanz viele Bücher, Filme und Hörspiele. Ich hoffe, ihr besucht mich mal.

Auf dem Bild habe ich an einem der letzten Spätsommertage einen kleinen Ausflug gegenüber zum Burgmannshof mit meinem Lieblingsbuch gemacht.

An dieser Stelle möchte ich euch erzählen, was hier in der Mediothek alles spannendes passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

 

 

 

 

Joel Dicker „Das Geheimnis von Zimmer 622“

Tipp von der Bücherhexe :

 

Mit Spannung habe ich auf das neue Buch von Joel Dicker „Das Geheimnis von Zimmer 622“ gewartet. Und das Warten hat sich gelohnt. In gewohnter Manier treffen wir auch hier wieder den Autor, der sich mitten in seiner Geschichte befindet.

„Der Autor“, wie er im gesamten Roman genannt wird, befindet sich in einer Sinnkrise: Seine geliebte Freundin hat ihn verlassen und sein Mentor ist gestorben. Um wieder zu sich zu finden, mietet er sich ein Zimmer in einem Schweizer Hotel. Hier lernt er Scarlett kennen und beide wundern sich über das nicht vorhandene Zimmer 622.

Gemeinsam machen sich beide auf die Suche nach dem Geheimnis von Zimmer 622 und kommen einem nie aufgeklärten Mord auf die Spur.

Ihr Weg führt sie in die Welt der Schweizer Banken, in ein Geflecht aus Familientragödien, Intrigen, Spionage und gefährlichen Liebesbeziehungen.

Es ist diese ganz spezielle Art des Erzählens, die die Bücher von Joel Dicker so besonders machen. Bis zum Schluss ist weder klar, wer der Tote überhaupt ist, noch wer wirklich der Täter ist. Und wie immer sorgt eine besondere Auflösung am Ende für das gewisse Etwas.

Ein wirklich guter Krimi, der mich bis zum Ende gefesselt hat.

 

 

 

Ostwind – Zusammen sind wir frei

 

Mika muss die Ferien auf dem Reiterhof ihrer Großmutter verbringen, die sie noch nicht einmal kennt. In der ersten Nacht kann sie nicht schlafen und weil sie ein Wiehern hört, geht sie in dem Stall und lernt Ostwind kennen. Der Hengst gilt als gefährlich, weil er Mikas Großmutter getreten hatte. Doch Ostwind tut Mika nichts und sie schläft in der Box ein. Als ihre Großmutter sie am nächsten Tag entdeckt ist sie alles andere als begeistert und Mika darf jetzt nur in Begleitung von Sam aus ihrem Zimmer. Doch Mika und klettert aus dem Fenster um WLan zu suchen und mit Fanny, ihrer besten Freundin, zu telefonieren. Dabei trifft sie Herrn Kaan. Wieder zu Hause wird sie von Sam erwischt und muss ihm beim Ausmisten helfen. Als Sam Ostwind danach füttern möchte, sieht Mika das erste Mal warum alle Angst vor Ostwind haben. Doch sie erkennt auch etwas anderes. Ostwind möchte nicht eingesperrt sein. In der nächsten Nacht besucht sie Ostwind wieder und macht sich daran den Hengst zu striegeln. Als sie fertig ist spürt sie, dass der Hengst raus möchte. Als Mika Ostwind rauslassen möchte, erschreckt er sich und ergreift die Flucht. Danach suchen alle nach Ostwind, nur Mika darf nicht helfen. Doch Sam erlaubt ihr das Mittagessen zu Herrn Kaan zu bringen. Dort angekommen bemerkt sie Herrn Kaan mit Ostwind auf einer Weide. Dr. Anders und Sam wollen Ostwind betäuben um ihn zurückholen, doch das lässt Herr Kaan nicht zu und Ostwind bleibt auf der Weide. Am nächsten Tag läuft Mika zu Ostwind. Sam bemerkt es und läuft ihr nach. Als sie zusammen reden, kommt Mika auf die Idee mit Ostwind an dem Kaltenbach Classics teilzunehmen. Und als einzigen Reitlehrer kommt nur Herr Kaan in Frage. Nachdem sie ihn gefragt haben und er zustimmt, übt Mika sooft sie kann. In der Generalprobe vor dem Turnier zeigt Mika ihrer Großmutter zum Ersten Mal das sie bei den Kaltenbach Classics teilnehmen möchte. Maria hat nichts dagegen. Michelle, eine Reitschürerin, möchte das Turnier unbedingt gewinnen, doch sie weiß, dass Mika und Ostwind besser sind als sie. Deswegen schmiert sie die Gamaschen von Ostwind mit einer Salbe voll, die bei falschem Gebrauch extrem brennt. Bei dem Turnier dreht Ostwind deswegen durch und verletzt Mika leicht und Sam schwer. Als Mika im Krankenwagen verarztet wird erfährt sie, dass Ostwind jetzt doch zum Ungarn gebracht werden soll und beschließt mit Ostwind zu Fanny an die Nordsee fliehen. Dort angekommen möchte sie noch Ostwind füttern, doch sie ist so müde, dass sie einfach einschläft. Daraufhin übernehmen die Camp Teilnehmer Ostwinds Fütterung und füttern ihn mir allem Möglichen. Deswegen wird Ostwind krank und sie rufen Maria Kaltenbach an. Sofort kommen Mikas Mutter und Dr. Anders zum Camp. Ostwind hat nur eine Kolik und Mika wird zum Arzt gebracht. Sam ist auf dem Weg der Besserung und besucht Mika. Dabei erfährt sie, dass die Gamaschen mit der Salbe getränkt waren und will sofort zurück nach Kaltenbach um Ostwind zu retten. Was ihr auch mit der Hilfe von Sam gelingt. In Kaltenbach erzählt sie alles und Michelle wird vom Hof gewiesen. Danach will sie nur zu Ostwind, doch der wurde schon vom Ungarn abgeholt. Für Mika bricht eine Welt zusammen. Ihre Eltern verabschieden sich von allen und fahren mit Mika nach Hause. Auf dem Weg geraten sie in einen Stau. Nach einiger Zeit hat Mika das Gefühl Huftritte zu hören und springt aus dem Auto. Bald sieht sie Ostwind, rast auf ihn zu, sitzt auf und galoppiert los. Nach drei Monaten reitet Mika auf einem Turnier mit. Doch nicht im offiziellen Reiterdress, sondern in Jeans, roten Turnschuhen und einem weisen Flatterhemd.

Das Buch zeigt, dass jeder ein Talent hat, auch wenn es manchmal dauert bis man es gefunden hat und dass jeder eine zweite Chance verdient hat. Außerdem ist es für jeden Pferde Fan ein Muss. Ich finde das Buch auch gut, weil dort auch ein bisschen  Natural Horse Manship vorkommt, außerdem hat es mich erstaunt, dass Mika, auch wenn sie keine Ahnung von Pferden hat, eine Beziehung zu Ostwind aufbauen konnte.

 

 

Percy - ein Bibliothekskater?

 

Ich bin Percy, der „inoffizielle“ Bibliothekskater der Mediothek. Ich bin auf einem Bauernhof im Mai 2020 geboren und wohne seit dem Sommer bei der Bücherhexe. Wenn ich mal keinen Blödsinn mache oder durch unseren Garten tobe, sitze ich am liebsten bei der Bücherhexe auf dem Schoß und lese mit ihr zusammen tolle Bücher (also, die Hexe liest und ich stütze das Buch und schlafe). Und die richtig tollen Bücher stelle ich euch dann zusammen mit der Bücherhexe hier vor. Wenn ich Lust habe, halte ich auch mal für 5 Sekunden still, damit ich mit aufs Bild komme.

Ihr könnt mich übrigens auch auf

https://www.instagram.com/mediothek_luebbecke/?hl=de

und

https://www.facebook.com/mediothekluebbecke

sehen, hier helfe ich auch, so gut ich kann!

 

 

Marigolds Töchter

 

Erstellt am 26. Februar 2021 von claudiabuecherhexe

 

Marigold lebt in einem kleinen Dorf mit ihrem Mann Dennis, ihrer Mutter und Tochter Daisy, die gerade aus Italien zurückgekehrt ist.Ihre Tochter Suzie hat sich gerade verlobt und bereitet ihre Hochzeit vor. Alle im Dorf mögen „Goldie“, wie sie liebevoll genannt wird,sie hat immer ein offenes Ohr für andere, ist immer hilfsbereit.In ihrem Dorfladen ist immer was los, er ist der Mittelpunkt der dörflichen Gemeinschaft. Mit ihrem Mann Dennis führt Marigold seit Jahren eine glückliche Ehe, alles schein gut zu sein.

Doch etwas stimmt nicht mit Goldie. Immer wieder vergisst sie Sachen, die früher selbstverständlich waren. Ein Treffen im Gemeinderat, eine Kuchenspende für die Weihnachtsfeier. Während Marigold versucht, ihre Vergesslichkeit zu überspielen, merken doch bald alle im Dorf, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Immer deutlicher wird, was nicht mehr aufzuhalten ist : Marigold hat Demenz, sie wird nach und nach alle und alles vergessen, bald nur noch in der Vergangenheit leben.

Doch das Dorf lässt sie nicht allein : als immer klarer wird, dass Marigold nicht mehr für die anderen da sein kann, fängt das Dorf an, für sie zu sorgen. Mit kleinen Hilfen, mit Besuchen und mit einer Aktion, für dass sich alle ins Zeug legen, damit Marigold sich selbst und andere nicht vergisst.

Julia Woolf hat hier einen ganz bezaubernden, ganz leise daherkommenden Roman geschrieben, der wirklich ans Herz geht. Sie lässt uns an Marigolds Gedanken teilhaben, die merkt, dass der Nebel, der sich um ihre Gedanken legt, immer dichter wird. Dabei wird Woolf nicht kitschig oder sentimental, doch die Geschichte rührt zu Tränen, weil man von Anfang an weiß, dass es kein Happy End geben kann. Und doch ist das Ende versöhnlich und hoffnungsvoll, so wie eigentlich der ganze Roman.

 

17.09.2020

Für den Herbst empfehle ich euch:

Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman

Stellt euch vor, es wird eine perfekte Welt erschaffen. Ihr lebt in Wohlstand und Frieden. Es gibt keine Krankheiten, keine Gewalt und damit auch keinen Tod mehr. Trotzdem aber müssen Menschen sterben – und dies ist die Aufgabe der Scythe.

Citra und Rowan werden dazu auserwählt, zu Scythe ausgebildet zu werden. Doch nur einem von ihnen wird am Ende die Macht verliehen werden, darüber zu entscheiden, welche Menschen sterben, wann sie sterben und wie sie sterben. Natürlich bleiben sie von einer solchen Aufgabe nicht unberührt. Citra und Rowan müssen nicht nur lernen, mit ihrer neuen Rolle als Hüter des Todes umzugehen, sie müssen gleichzeitig auch versuchen, ihre Gefühle füreinander zu unterdrücken. Denn die erste Amtshandlung des neuen Scythe wird es sein, den gescheiterten Anwärter hinzurichten.

Auch die perfekte Welt, in der die beiden leben, ist nicht mehr so perfekt, wie sie erschaffen wurde. Korruption und Brutalität machen auch vor den höchsten Rängen der Scythe nicht halt – und das perfekte Uhrwerk von Leben und Tod droht daran zu zerbrechen.

 

Neal Shusterman erschafft in seiner Scythe-Trilogie eine faszinierende Welt, die unserer so ähnlich und doch so anders ist. Diesem Buch mangelt es wirklich an nichts: bei viel Science-Fiction ist auch noch genug Liebe dabei. Der vielfältige Cast an Charakteren sorgt für Unterhaltung und das gesamte Buch regt sehr zum Nachdenken an – auch über tiefgründigere Fragen. Ein fantastisches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann – so wie die ganze Trilogie!

 

 

Otilie, die Leseratte

Für alle die mich noch nicht kennen: ich bin Otilie die Leseratte. Ich komme ab und zu die Mediothek besuchen. Dieses mal aus aktuellem Anlass. In der Mediothek wurde etwas gestohlen!

Und genau um so eine Geschichte geht es in meinem neuen Buch, dass ich gerne in der Bücherei lasse, so das ihr es euch ausleihen könnt!

"Eines Tages betritt ein zwielichtiger Mann den Laden. Otilie wird aufmerksam. Und richtig! Das gibt es doch nicht! Der Mann versucht tatsächlich, Bücher zu stehlen. Nun muss ich mir echt was einfallen lassen ..."

 

10.07.2020

 

Ich habe neulich mein Bilderbuchschiff aufgeräumt. Ich finde jetzt viel mehr schöne Dinge als vorher. Ob euch das bei euren nächsten Besuch auch so geht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchempfehlung

 

Die Bücherhexe empfiehlt euch für den Sommer : Dirk Kurbjuweit : Haarmann ; ein Kriminalroman

 

Hannover, in den 1920er Jahren : immer wieder verschwinden junge Männer spurlos. Kommissar Lahnstein vermutet einen Massenmörder dahinter, die Stadt ist in Angst. Als erste Überreste gefunden werden, wird aus der Vermutung Gewissheit : Hannover hat es mit einem Psychopaten zu tun. Es beginnt ein Katz-  und Mausspiel, als Lahnstein einen Verdächtigen ausmachen kann : Fritz Haarmann, der später als der „Totmacher von Hannover“ in die Geschichte eingehen wird.

Doch nicht nur Haarmann lässt den Kommissar verzweifeln : korrupte Polizisten, gesellschaftliche Doppelmoral und die unsichere politische Lage der Weimarer Republik bringen den Ermittler dazu, an seiner Berufung zu zweifeln.

Kurbjuweit zeichnet in seinem Roman das Bild einer verrohten Gesellschaft, in der menschliche Schicksale hinter eigenen Bedürfnissen anstehen. Der Ermittler ist kriegsgeschädigt, wie die meisten seiner Generation, und muss inmitten dieser unsicheren Zeit einen Serienmörder stellen, der von den eigenen Kollegen gedeckt wird. Der Autor erzählt spannend, die Protagonisten sind glaubhaft und historisch gut recherchiert dargestellt. Er bezieht sich in vielen Abschnitten auf das Buch „Haarmann, Geschichte eines Werwolfs“ von Theodor Lessing, einem Gerichtsreporter seiner Zeit, der den Prozess um Haarmann begleitet hat. Haarmanns Geständnis wird im Original wiedergegeben.

Insgesamt ein spannender Krimi mit gutem historischen Hintergrund, den ich gerne gelesen habe und auch gerne weiterempfehle.