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Ich bin Eugenie ...

... und wohne in der Mediothek Lübbecke. Mein Nest habe ich oben auf einem Regal in der Kinderbibliothek. Wenn ihr durch den Haupteingang kommt, müsst ihr nur schnell links abbiegen, dann könnt ihr mich sehen. Außerdem habe ich hier oben ein prima Ausguck und kann alles sehen, was um mich herum passiert. Die Spielecke, einen Teil der Ausleihtheke und gaaanz viele Bücher, Filme und Hörspiele. Ich hoffe, ihr besucht mich mal.

Auf dem Bild habe ich an einem der letzten Spätsommertage einen kleinen Ausflug gegenüber zum Burgmannshof mit meinem Lieblingsbuch gemacht.

An dieser Stelle möchte ich euch erzählen, was hier in der Mediothek alles spannendes passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

17.09.2020

Für den Herbst empfehle ich euch:

Scythe – Die Hüter des Todes von Neal Shusterman

Stellt euch vor, es wird eine perfekte Welt erschaffen. Ihr lebt in Wohlstand und Frieden. Es gibt keine Krankheiten, keine Gewalt und damit auch keinen Tod mehr. Trotzdem aber müssen Menschen sterben – und dies ist die Aufgabe der Scythe.

Citra und Rowan werden dazu auserwählt, zu Scythe ausgebildet zu werden. Doch nur einem von ihnen wird am Ende die Macht verliehen werden, darüber zu entscheiden, welche Menschen sterben, wann sie sterben und wie sie sterben. Natürlich bleiben sie von einer solchen Aufgabe nicht unberührt. Citra und Rowan müssen nicht nur lernen, mit ihrer neuen Rolle als Hüter des Todes umzugehen, sie müssen gleichzeitig auch versuchen, ihre Gefühle füreinander zu unterdrücken. Denn die erste Amtshandlung des neuen Scythe wird es sein, den gescheiterten Anwärter hinzurichten.

Auch die perfekte Welt, in der die beiden leben, ist nicht mehr so perfekt, wie sie erschaffen wurde. Korruption und Brutalität machen auch vor den höchsten Rängen der Scythe nicht halt – und das perfekte Uhrwerk von Leben und Tod droht daran zu zerbrechen.

 

Neal Shusterman erschafft in seiner Scythe-Trilogie eine faszinierende Welt, die unserer so ähnlich und doch so anders ist. Diesem Buch mangelt es wirklich an nichts: bei viel Science-Fiction ist auch noch genug Liebe dabei. Der vielfältige Cast an Charakteren sorgt für Unterhaltung und das gesamte Buch regt sehr zum Nachdenken an – auch über tiefgründigere Fragen. Ein fantastisches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann – so wie die ganze Trilogie!

 

 

Otilie, die Leseratte

Für alle die mich noch nicht kennen: ich bin Otilie die Leseratte. Ich komme ab und zu die Mediothek besuchen. Dieses mal aus aktuellem Anlass. In der Mediothek wurde etwas gestohlen!

Und genau um so eine Geschichte geht es in meinem neuen Buch, dass ich gerne in der Bücherei lasse, so das ihr es euch ausleihen könnt!

"Eines Tages betritt ein zwielichtiger Mann den Laden. Otilie wird aufmerksam. Und richtig! Das gibt es doch nicht! Der Mann versucht tatsächlich, Bücher zu stehlen. Nun muss ich mir echt was einfallen lassen ..."

 

10.07.2020

 

Ich habe neulich mein Bilderbuchschiff aufgeräumt. Ich finde jetzt viel mehr schöne Dinge als vorher. Ob euch das bei euren nächsten Besuch auch so geht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchempfehlung

 

Die Bücherhexe empfiehlt euch für den Sommer : Dirk Kurbjuweit : Haarmann ; ein Kriminalroman

 

Hannover, in den 1920er Jahren : immer wieder verschwinden junge Männer spurlos. Kommissar Lahnstein vermutet einen Massenmörder dahinter, die Stadt ist in Angst. Als erste Überreste gefunden werden, wird aus der Vermutung Gewissheit : Hannover hat es mit einem Psychopaten zu tun. Es beginnt ein Katz-  und Mausspiel, als Lahnstein einen Verdächtigen ausmachen kann : Fritz Haarmann, der später als der „Totmacher von Hannover“ in die Geschichte eingehen wird.

Doch nicht nur Haarmann lässt den Kommissar verzweifeln : korrupte Polizisten, gesellschaftliche Doppelmoral und die unsichere politische Lage der Weimarer Republik bringen den Ermittler dazu, an seiner Berufung zu zweifeln.

Kurbjuweit zeichnet in seinem Roman das Bild einer verrohten Gesellschaft, in der menschliche Schicksale hinter eigenen Bedürfnissen anstehen. Der Ermittler ist kriegsgeschädigt, wie die meisten seiner Generation, und muss inmitten dieser unsicheren Zeit einen Serienmörder stellen, der von den eigenen Kollegen gedeckt wird. Der Autor erzählt spannend, die Protagonisten sind glaubhaft und historisch gut recherchiert dargestellt. Er bezieht sich in vielen Abschnitten auf das Buch „Haarmann, Geschichte eines Werwolfs“ von Theodor Lessing, einem Gerichtsreporter seiner Zeit, der den Prozess um Haarmann begleitet hat. Haarmanns Geständnis wird im Original wiedergegeben.

Insgesamt ein spannender Krimi mit gutem historischen Hintergrund, den ich gerne gelesen habe und auch gerne weiterempfehle.